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Warum das „Alien-Handy“ ein Fake ist

Das neue Jahr begann sogleich mit einer hitzigen Netz-Diskussion über die Authentizität eines angeblich 800 Jahre alten „Alien-Handys“. Was es mit dieser viral kursierenden, sogar in den Mainstreammedien rezeptionierten Geschichte auf sich hat und weshalb es sich bei dem Fund sehr wahrscheinlich um einen Hoax (also Fake) handelt, wird im Folgenden mithilfe einer schwer widerlegbaren Bildanalyse aufgezeigt.

Das „Alien-Handy“ – Fundgeschichte und Hintergrund

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Das angebliche „Alien-Handy“

Nahe der österreichischen Stadt Salzburg in Fuschl am See sollen Archäologen bei Ausgrabungsarbeiten angeblich auf ein uraltes, in Sand und Schlamm getauchtes Handy gestoßen sein. Und in der Tat assoziiert man bei Anblick des „Artefaktes“ sofort ein vormodernes Mobiltelefon, das noch aus dem Zeitalter der Prä-Smartphone-Ära zu stammen scheint und höchstwahrscheinlich von dem Portal „Paranormal Crucible“ als erstes veröffentlicht wurde.

Warum das „Alien Handy“ gerade 800 Jahre alt sein soll, steht jedoch nirgends geschrieben; vielleicht weil es (vorgeblich) in einer entsprechend zuordbaren Erdschicht gefunden wurde? Jedoch befinden sich auf dem Gerät klar erkennbar sumerische Keilschriftzeichen, die über 5000 Jahre alt sind und nach heutigem anerkannten Forschungsstand die wohl erste Schrift der Menschheit waren. Diese Kultur der alten Sumerer wird in der Prä-Astronautik häufig als von außerirdischen Wesen namens „Anunnaki“ beeinflusste oder gar geschaffene Zivilisation angesehen (Zecharia Sitchins Übersetzungen sumerischer Tontafeln sind in diesem Kontext weltberühmt geworden, siehe Buch) .

Sollte der angebliche archäologische Fund dann nicht auch entsprechend um einige tausend Jahre älter sein und statt in Österreich im heutigen Irak liegen?

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Nach Sitchins Bestseller sprechen die sumerischen Tontafeln von außerirdischen Raumfahrern

Der Betreiber des bekannten Ufoblogs „UFO Sighting Daily“, Scott Waring, sieht die Ursache dieser Diskrepanz in einer Zeitreise begründet, während Skeptiker einwenden, dieses Foto bereits 2012 auf dem Online-Bildportal „Flickr“ gesehen zu haben – dazu aber keinen Beweis liefern können.

Um die Echtheit des Fotos beurteilen zu können, lohnt es sich, dem „Alienhandy“ mittels spezieller Grafikprogramme (hier Photoshop) nachzugehen und es mit älteren Modellen von Handys zu vergleichen. Bei der Recherche hierbei stieß ich auf ein ganz besonders ähnliches Modell, das in vielen Einzelheiten (bis auf die Antenne) dem „Alien-Handy“ gleicht: Das Sony Ericsson S868.

Bildanalyse zeigt: das „Alien-Handy“ ist ein Fake

Die folgende Grafik veranschaulicht anhand verschiedener Bereichsvergleiche beider Modelle, dass dem Ersteller des „Alien Handy“ ganz offensichtlich ein Sony Ericsson S868 zugrunde lag. Sowohl die Ohrmuschel als auch der Bildschirm samt Tastatur ist nahezu deckungsgleich, legt man deren Konturen übereinander. Hinzu kommt das an einer Stelle auf der Tastatur zu groß geratene Keilschriftzeichen, dass auf der 4 liegt und über den Tastenrand hinausragt – hier hat der Grafiker bei der Erstellung seines Fakes gepfuscht.

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Reverse Speech – Rückwärtssprache mit versteckten Botschaften?

„Rückwärtssprache“, oder Englisch auch „Reverse-Speech“ genannt, ist ein relativ neues Phänomen, das erst Ende des letzten Jahrhunderts durch den Australier David John Oates beim Rückwärtshören von Kassetten „entdeckt“ (oder erfunden?) wurde. Von der Schulwissenschaft wird Reverse Speech natürlich abgelehnt, soll es doch angeblich möglich sein, auf Tonband aufgenommene Sprache auf ihre wahren Aussagen hin zu überprüfen.

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Denn das Unterbewusstsein soll laut Anhängern der Reverse-Speech-Theorie in dem Gesprochenen – ohne das sich der Sprecher dessen bewusst wäre -, Kernaussagen zum Gesagten einbauen. Diese wären aber nur wahrnehmbar, wenn man das Ausgesprochene mittels Technik rückwärts abspielen würde (daher auch „Reverse Speech“) und genau zuhöre, ob aus dem Kauderwelsch einige Wörter oder gar kurze Sätze an Klartext und Klarsprache herauszuhören sind. Diese würden nämlich unsteuerbar das eigentlich im Kopf-Vorsichgehende beinhalten, sodass man die Aussagen dieser Menschen auf ihre Ehrlichkeit und Authentizität mittels Reverse Speech hin abgleichen kann.

Dadurch sollen sich einem unzählige Möglichkeiten der Selbstverbesserung und besseren Fremderfassung erschließen. Für sich selbst kann man laut Vertretern der Reverse Speech Theorie nämlich herausfinden, wo denn das eigene Unterbewusstsein Schwächen ausmacht, die entsprechend „rückwärtssprachlich“ artikuliert werden (z.B. beim Bewerbungsgespräch, in einer Diskussionsrunde, u.ä.). Aber auch die Aussagen von Offiziellen wie Regierungsvertreter oder Prominenter in Pressekonferenzen oder Interviews können per Reverse Speech untersucht werden, ebenso Lieder von bekannten Bands (die Beatles sollen z.B. in einem bekannten Song eine satanische Botschaft haben).

Reverse Speech zeigt: Mond-Landung soll inszeniert sein

Die wohl bekannteste deutschsprachige Reverse-Speech-Forscherin Karina Kaiser hat auf diesem Wege einmal die Pressekonferenz von den ersten Mond-Astronauten der damaligen Apollo-Mission analysiert und kam für sie schockierender Weise zu dem Ergebnis, dass die Raumfahrer nicht nur einer total niedergeschlagenen statt euphorischen Stimmung erliegen, sondern, dass sie auch in ihren Aussagen mittels Reverse Speech sog. „Reversals“ erkannte, die ganz klar verlautbaren lassen, dass die Apollo-Astronauten niemals auf dem Mond waren und die Bilder aus einem Studio stammen. Hier die Videoanalyse durch Karina Kaiser zur „Mondlandungslüge“:

Was ist von Reverse Speech zu halten?

Skeptiker des Reverse Speech wenden ein, dass bei jedem Text rückwärts abgespielt irgendwelche Klarwörter herauszulesen sind, die aber viel eher das Produkt des Zufalls sein sollen statt vom Individuum unterbewusst artikuliert. Aus diesem Grund ist die Technik des Reverse Speech auch nicht als Lügendetektor zugelassen oder in Gebrauch. Dennoch schwören die Anhänger dieser Theorie auf die Zuverlässigkeit und das Potential der Reversals. Hierzu sind sicherlich noch weitere Forschungen notwendig, ein bloßes Zurückweisen dieses Reverse Speech Theorems seitens der Mainstreamwissenschaft ohne eingehendere Betrachtung ist weder zielführend noch historisch sinnvoll: es waren immer Außenseiter, die unbequeme Wahrheiten und Theorien in die etablierten Wissenschaftsköpfe trugen, nie die verbohrten Schulbuchwissenschaftler – das sollte man sich stets gewahr machen! Andererseits sollte natürlich auch eine kritiklose Adaption der Reverse SpeechTheorie vermieden werden; hierzu besteht also noch Forschungsbedarf.

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Wurde hier eine „Bigfoot-Familie“ im Yellowstone-Nationalpark gefilmt?

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Läuft hier eine Bigfoot-Familie zufällig durch das Bild einer Wildnis-Webcam im des Yellowstone-Nationalpark? Experten sind sich uneins.

Ein neues „Bigfoot-Video“ sorgt derzeit im Netz für Furore und wurde gar von manchen Tageszeitungen aufgegriffen. In diesem Video filmt eine Webcam die Winterlandschaft des US-Nationalparks „Yellowstone“. Zunächst sind nur Büffel zu sehen, doch später tauchen (im Video ab Minute 2:55) vier ungewöhnliche, humanoide Gestalten auf. Die aufrechtgehenden Kreaturen sind im Vergleich zu den Büffeln sehr groß und schlank, bewegen sich menschlich. Nun rätselt das Netz:

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Fake oder Beweis für eine Big-Foot-Familie? Der Computer-Spezialist und Animations-Experte mit dem Alias „ThinkerThunker“ veröffentlichte bei Youtube eine Video-Analyse des Clips und kommt darin zu dem Urteil, dass es authentische Originalaufnahmen sind, ohne Spuren von Videobearbeitung. So wären bspw. die Gestalten viel größerer als Menschen mit auch viel längeren Armen und trotz ihres Humpelns hoher Geschwindigkeit, sodass Schauspieler laut ihm nicht in Frage kämen. Dem widerspricht allerdings Animationsexpertin Alice Taylor: Die Wesen würden keinen erkennbaren Schatten werfen, hinterließen keinerlei Fußspuren und wirbeln zudem keinen Schnee auf. Außerdem wirken die Gestalten für ihre Größe recht schwerelos.

      Reinhard Habeck

Schaut euch doch am besten das Video selbst an:

Tiere laufen durchs Bild: Stehen die Mars-Roboter in Wahrheit auf der Erde?

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Inszenierte die NASA alle Mars-Landungen und Fotos des roten Planeten?

Neues vom Mars: Der einst bei Rolls-Royce arbeitende Ingenieur Richard D. Hall publizierte auf der Internetseite richplanetTV einen 55-seitigen Bericht über die spektakulärsten Mars-Fotografien (siehe auch hier). Aufgrund dieser Sichtungen kommt er unweigerlich zu dem Schluss, dass die NASA zu keinem Zeitpunkt je den Mars mit einem ihrer Roboter betrat, sondern dass die Bilder alle aus Ödgebieten der Erde stammen.

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Neben technischen Punkten wie der nach ihm völlig unzureichende Akku, stützt er seine These auch auf Fotos, die scheinbar Tierarten zeigen, die hier auf der Erde vorkommen und laut Hall zufällig ins Bild gelaufen sind, wobei sie von der Weltraumagentur dabei nicht erkannt und wegretuschiert werden konnten. Der Grund für solch eine Manipulation liegt laut Kritikern in dem Budget: anstatt die Milliarden von Steuergeldern für die wirkliche Mars-Mission zu nutzen, faked man diese zu einem Bruchteil der Kosten und könnte das übrige Geld zum Beispiel geheimen Militärprojekten o.ä. zukommen lassen (Stichwort black budget).

Folgende Bilder stoßen bei Hall auf große Skepsis und sollen von der Erde stammen:

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Unschwer zu erkennen: ein offensichtlichtes Tier, das dem arktischen Lemming der Erde sehr ähnlich sieht. Dieser lebt in einem Gebiet, das sich durch seine Ödnis sehr zur Inszenierung von Mars-Landschaften eigne.

Dieses Bild vom Mars soll angeblich die Überreste eines Walskelettes zeigen (genauer: dessen Wirbelsäule).

Scheint wie ein Insekt, das aussieht wie eine kleine Heuschrecke. Leider sehr unscharf.

Und schließlich noch ein recht bekanntes Bild von angeblichen Walross-Knochen (Bein). Links der Fund auf dem Mars, rechts ein Museumsfoto zum Vergleich.

Dennoch: Bildfehler bzw. Interpretationsfehler durch das menschliche Auge und Gehirn, das dazu neigt, bekannte Formen in Abstraktionen zu erkennen, kämen auch in Frage. So könnte das Nagetier bloß eine weitere Gesteinsformation darstellen. Außerdem stellt sich doch die Frage, ob nicht auch bestimmte Lebensformen auf dem Mars überlebt hätten und für die Präsenz auf den Fotos verantwortlich wären. Denn würden die Marsrover wirklich auf der Erde in einer kargen Ödnis operieren, so käme es wohl nur schwerlich zu Bildern, auf denen ganz offenbar eingestürzte Gebäudeüberreste oder Rad-Achsen zu sehen sind, welche ja von NASA-Personal vor Durchquerung des Rovers beseitigt worden wäre, würde er sich auf der Erde bewegen.

Plausibler ist dagegen die These, dass es einst Hochzivilisation auf dem Mars gegeben haben muss, welche diese Hinterlassenschaften hinterließ. Zecharia Sitchin ist ja bekannt für seine präastronautischen Deutungen sumerischer Texte. In einem seiner Bücher führt er zum Mars aus, dass dieser eine Zwischenstation der Annunaki auf dem Weg zur Erde gewesen sei und sie dort auch siedelten. Mehr dazu in einem separaten Beitrag demnächst.

      Reinhard Habeck

9/11 Flugzeug nur eine Computergrafik?

Es kursiert ja schon eine Weile die „No-Plane“-Theorie, wonach am 11. September keine „echten“ Passagiermaschinen in die World-Trade-Center-Türme flogen, sondern Hologramme (geheime Militärtechnik) oder  Raketen, die am Computer nachbearbeitet zu Flugzeugen wurden.

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Die in den Videos zu sehenden Einschlagskonturen und Aufprallstaubwirbel seien durch vorher platzierte Sprengstoffladungen gezielt verursacht worden. Ein wirklich gutes Indiz für diese Theorie ist die Tatsache, dass beim Aufprall der Maschinen in die Türme KEIN einziges Trümmerteil beim Aufschlag ins WTC zu Boden fiel, während Piloten und Experten sagen, die Boeing selbst hätte nicht einmal die Stahlsäulen der Außenfassade durchschlagen KÖNNEN; doch stattdessen schneidet es sie durch wie Butter.

Und tatsächlich kann man auf dem Video, das den zweiten Einschlag ins WTC zeigt, deutlich erkennen, dass das Flugzeug im Computer mindestens bearbeitet wurde – denn die linke Flügelspitze verschwindet hinter dem Hintergrundgebäude und taucht dann kurz vor dem Impakt wieder auf:

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Einziges spontan in den Sinn kommendes Gegenargument dieses Spezialeffektes wäre hier: das ist keine Originalaufnahme vom 11. September sondern gefakt um zB. die Kritiker zu entblößen. Oder ein „Bildfehler“? Schaut euch das Video einfach selber an:

PS: die NO-Plane-Theorie ist nach wie vor ein heißes Eisen und selbst in der Truther-Szene höchst umstritten – lenken wir unser Auge also zunächst einmal nur auf dieses Video und versuchen herauszubekommen, wie es zustande kam.

UPDATE 17.12.: ein Leser schrieb mir, dass das braune Gebäude, hinter dem sich der Flügel kurz versteckt, ganz einfach VOR dem WTC steht und daher alles plausibel zu erklären sein,  denn dies wäre in anderen Kameraperspektiven erkennbar, dass das Haus im Vordergrund, nicht Hintergrund stünde. Ein Videobeweis dessen blieb er mir schuldig…