Rezension von Oliver Janichs „Impossible Mission 9/11: Wie ein kleines Spezialkommando den größten Terroranschlag der Geschichte durchgeführt haben könnte“

Vorab: Ich schätze die aufklärerische Arbeit des Trutherkollegen Oliver Janich sehr, wenngleich ich ihm in einigen Punkten seines Weltbildes vehement widerspreche (bzgl. Libertärökonomie, nationalistischer Tendenz, etc). Bei seinem neuesten Buch „Impossible Mission 9/11: Wie ein kleines Spezialkommando den größten Terroranschlag der Geschichte durchgeführt haben könnte“ jedoch kann man fast jedes Wort nur unterschreiben.

„Impossible Mission 9/11: Wie ein kleines Spezialkommando den größten Terroranschlag der Geschichte durchgeführt haben könnte“ - 16,95 EUR bei Amazon

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Zunächst präsentiert er gut recherchiert die zeitlichen Abläufe, die dem 11. September 2001 vorausgingen und geht danach dezidiert den wohl bedeutendsten Tag des bisherigen 21. Jahrhunderts Stück für Stück, ja man möchte schon sagen, Minute für Minute, durch. Die Vorläufer sieht Janich schon nach dem Zweiten Weltkrieg in staatsterroristischen Aktivitäten und Überlegungen wie etwa der Operation Northwoods oder den Gladio-Geheimarmeen begründet. Das meiste davon ist dem gut informierten Freigeist natürlich bekannt.

Richtig spannend wird es, als es um die minütliche Chronologie der Ereignisse vom 11. September geht. Wohl basierend auf den Recherchen von Paul Schreyer entwirft Janich hier ein Szenario, dass Ross und Reiter nennt. Ohne allzu viel zu spoilern, wird der Vizepräsident Dick Cheney als Mastermind der Aktion dargestellt und der Luftwaffen-Colonel Robert Marr als ein wichtiger Akteur zur Manipulation der Flugabwehr gehandelt. Dies wird anhand offizieller Quellen wie dem 911-Commissionreport oder der Mainstreampresse und darin zu entnehmender Aussagen sowie übermittelten Dialogen des Tages belegt. In Kursivschrift fügt Janich den offiziellen Protokollen und Gesprächen mögliche Aussagen bei, die seine Version des 11. Septembers erklären würden.

Interessanterweise outet sich Janich als Vertreter der No-Plane-Theorie, also der Überlegung, dass gar keine Flugzeuge ins WTC flogen, sondern nachträglich ins Bildmaterial editiert wurden. Zur Untermauerung der No-Plane-Theorie führt er viele plausible Argumente ins Feld. Selbstkritisch nennt er sogleich aber auch den größten Einwand dagegen: Wieso ging man damit das Risiko ein, spätestens beim 2. Einschlag Unmengen potentieller und wohl kaum kontrollierbarer Videoaufnahmen durch Dritte vorliegen zu haben, die keinerlei Flugzeug zeigen würden? An diesem Tag war alles so perfekt geplant, da überließe man diese große Unwägbarkeit doch nicht dem Zufall. Leider wird die meiner Meinung nach plausibelste Theorie hierfür, die alle Unwägbarkeiten beseitigt, in nur einem Satz erwähnt (immerhin), aber als „unwahrscheinlich“ ohne weitere Argumention verworfen.

Diese Argumentation möchte ich folgend kurz als Exkurs dieser Rezension zu „Impossible Mission 9/11: Wie ein kleines Spezialkommando den größten Terroranschlag der Geschichte durchgeführt haben könnte“ nachholen und darlegen, weshalb sie gar nicht so unplausibel ist:

Offensichtlich verfügt das US-Militär über Wissen und Technologie, die dem allgemeinen Entwicklungszustand mindestens Jahrzehnte voraus ist. Zahlreiche Whistleblower und Zeugen sowie Bilder und Videos legen nahe, dass das US-Militär beispielsweise über eine revolutionäre Antriebstechnik verfügt, die in Szenekreisen als „antigravitativ“ beschrieben wird. Das folgende Bildmosaik zeigt Aufnahmen einer futuristisch anmutenden Drohne aus den USA, die sich geräuschlos und ohne erkennbaren Antrieb bewegt haben soll:

Nach Prof. Dr. Judy Wood sollen sogar der Öffentlichkeit unbekannte Energiewaffen für die molekulare Zersetzung der Stahlbetonkonstruktion gesorgt haben (was Janich im Buch ebenfalls für zumindest möglich hält), sodass die Türme wie zusehen pulverfein granulierten, ohne dass wie auch bei einer konventionellen Sprengung zu erwarten wäre ein riesiger Trümmerhaufen auf Groundzero zurückbleibt.

Gut möglich also, dass man ebenfalls über die Möglichkeit verfügt, realistische Hologramme zu erzeugen. Dann hätte man einfach nur eine Cruise-Missile (Marschflugkörper) mit dieser Technologie bestücken müssen, sodass diese beim Flug das Hologramm eines Passagierflugzeuges um sich herum wie einen Mantel trägt. Dadurch sieht man auf Videos und Bildern auch ein Flugzeug, hört aber keines. Dadurch kann das Hologramm auch wie auf den Videos zu sehen widerstandslos, ohne dass Teile abbrechen, durch die Stahlfassade des WTC gleiten. Dadurch ließe sich dann auch erklären, weshalb man auf den Videos die Flugzeugnase am anderen Turmende kurz herauskommen sieht (das Hologramm wurde also etwas zu spät deaktiviert).  Diese „Nose-Out“-Anomalie kann man hier auf Youtube nachsehen:

Weitere Kritikpunkte am Buch„Impossible Mission 9/11: Wie ein kleines Spezialkommando den größten Terroranschlag der Geschichte durchgeführt haben könnte“ seien folgend kurz ausgeführt. Zum Beispiel hätte ich mir gewünscht, dass Janich noch etwas tiefer in die Recherche einsteigt, um zu erklären, wie ein Sprengkommando das Gebäude hätte verminen müssen. Hier wäre es hilfreich gewesen, Experten zu befragen, wie viele Leute es dafür mindestens für welchen Zeitraum bedurft hätte und wie viel Sprengstoff man bräuchte. Gleichfalls verhält es sich mit dem Abfeuern von Cruise-Missiles: Offensichtlich traf ein solcher Flugkörper zumindest das Pentagon. Wie aber ist das zu bewerkstelligen? Hat der Luftwaffen-Colonel Robert Marr oder sein Vorgesetzter General Arnold die Befugnis dazu? Wie läuft so ein Abschuss überhaupt ab, wie kann man den geheim halten mit möglichst wenig Mitwissern? Ist man nicht Rechenschaft über den Verbleib schuldig? Wie oft werden Marschflugkörper innerländisch eingesetzt (Training oder Übung)? Hier hätte ich mir als Leser etwas mehr Tiefgang gewünscht.

Manchmal behauptet Janich aber leider auch schlicht falsche Dinge. An einer Stelle ging es um die Powerpointpräsentation „Amalgam Virgo“ über Antiterrorübungen und-maßnahmen im amerikanischen Luftraum vom Juni 2001. Kurioserweise ziert Osama Bin Laden tatsächlich das Titelbild dieser Präsentation:

Falsch ist allerdings die Behauptung, Folie 8 der Präsentation würde den Anschlag auf das World Trade Center zeigen. Es stimmt zwar, dass zwei scheinbare Hochhäuser darauf zu sehen sind, die im letzten Viertel wie bei 911 geschehen explodieren. Jedoch handelt es sich dabei um Panama City in Florida (siehe Karte) und bei den Türmen wahrscheinlich um das „Panama City Central Tower Building“. Jedenfalls nicht New York und damit nicht das WTC. Seht selbst:

Hilfreich wäre auch gewesen, dem dieses Buch eventuell lesenden Systemlemming noch einmal vor Augen zu führen, dass grundsätzlich bei Geheimoperationen das „need-to-know“-Prinzip vorherrscht: Jeder Akteur muss und darf auch nur so viel wissen, wie er zur Erledigung seiner Aufgabe braucht. Wenn man beispielsweise die Schneidladungen im WTC anbringt, die den Flugzeugeinschlag als Silhouette zeigen sollen, dann sagt man den Trägern ja nicht: „Hey Leute, hier bringt mal die Kisten mit Sprengstoff nach, die brauchen wir, um die ganze Welt bald zum Narren zu machen und Rohstoffkriege dank neuem Feindbild zu führen“. Denen sagt man einfach, sie sollen die Werkzeugkisten o.ä. nach oben tragen und damit hat’s sich. Nur eine kleine Hand voll oberster Strippenzieher hat den totalen Überblick. Leider ist von diesem „need-to-know“-Prinzip nirgendwo im Buch die Rede (als tief im Stoff Stehender setzt man manchmal die einfachsten Dinge voraus, weil man nicht mehr die Perspektive der Nichtsehenden hat).

Schön wäre ebenfalls gewesen, wenn man den Nachgang der Ereignisse wie schon bei den Vorläufern dargelegt hätte. Zum Beispiel, wie auf einmal kurz nach 9/11 überall Anthrax-Briefe eingingen, um das Terrorbewusstsein der Bevölkerung zu erhöhen. Oder wie man am Tag und noch lange danach von mindestens 30.000 (!) Opfern in den Türmen ausging, ehe man doch „nur“ 10% davon als realistisch ermittelte. Oder wie man anfangs verkündete, nur ein paar Spezialeinheiten in Afghanistan abzusetzen, die Bin Laden jagen sollten – und dann wurden es immer mehr, bis plötzlich diverse Nationen dort Truppen hatten, die auf einmal auch Brunnen und Schulen aufbauen sollten. Ach, es ist ein einziger Witz, dass die Inszenierung des 11. Septembers nicht einmal kritikwürdig ist – ganz zu Schweigen, dass sie bis heute von der Gesellschaft und ihren Organen (Politik, Wissenschaft, Medien, ..) nicht erkannt wird. Aber wie mein Aufsatz „Zur Wissenschaftskritik – was früher Ketzerei war, ist heute die Verschwörungstheorie“ zeigt, kann man diese Ignoranz der offensichtlichen Tatsächlichkeit selbst nach plausiblem Postulieren ebenjener als historische Gesetzmäßigkeit begreifen.

Summa summarum: Ein lesenswertes Buch mit noch etwas Luft nach oben, das man aber in 3-4 Stunden auch zügig durchhat – 4 von 5 Sterne vergebe ich, der Kauf lohnt.

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3 Gedanken zu „Rezension von Oliver Janichs „Impossible Mission 9/11: Wie ein kleines Spezialkommando den größten Terroranschlag der Geschichte durchgeführt haben könnte“

  1. Enrique

    Ja, interessantes Buch. Wobei ich bei Oliver Janich keine „nationalistische Tendenz“ erkennen kann. Er lebt auf den Philippinen und kritisiert die Islamisierung Europas. Auch seine libertäre Einstellung teile ich, man kann diesbezüglich sein Buch „Sicher leben ohne Staat“ sehr empfehlen…

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    1. grenzwissenschaftler Beitragsautor

      Er bezeichnete „die Deutschen“ als „das fleißigste Volk der Erde“ in einem seiner Videos. Und so geht es ständig. Die libertäre Ideologie ist für mich spieltheoretische Utopie – siehe dazu die Kapitel zum Kapitalismus und dem Karma im verlinkten Essay zur Wissenschaftskritik. Auch unter Truthern kann man eben völlig verschiedener Meinung sein, kämpft aber dennoch auf derselben Seite (gegen die Machtelite). Ich glaube im Fußball würde man sagen „in den Farben getrennt, in der Sache vereint“.

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  2. pol. Hans Emik-Wurst

    Einleitung von https://www.dzig.de/Gegen-die-Verbloedung-AUFWACHEN

    Mich beschäftigt seit 1999, als ich begann, einige meiner Gedanken zu veröffentlichen, wieso Leser zu völlig gegensätzlichen Wahrnehmungen gelangen, wenn doch die Worte und der Zusammenhang identisch sind. Der größte Teil einer vermeintlichen Wahrnehmung befindet sich bereits innerhalb der vorhandenen Realität eines jeden einzelnen Menschen. Unglaublich daher, was in der veröffentlichten Meinung alles zum 11. September 2001 aufgetischt wird.

    Der Beweis liegt im Staub, aber nicht in irgendwelchem bedrucktem Papier, das irgendwann nach dem Ereignis veröffentlicht wird. Stahl, Beton, Glas, Innenausstattung, Wasser und Menschen werden durch Explosionen auseinandergerissen oder schmelzen. Doch alles zerfiel binnen weniger Sekunden zu Staub und nahm nur einen winzigen Bruchteil des Raumes ein. Man sah kein einziges Feuer!

    Wir alle wissen, dass alle Atome überwiegend aus Hohlraum bestehen. Wird die Energie aus Hülle und Kern aufgelöst, dann bleibt fast nichts übrig. Doch immer noch behaupten Millionen, der Kaiser sei wunderbar gekleidet, dabei haben alle Fernsehzuschauer gesehen, wie nackt er ist!

    Nur WTC 7 wurde konventionell gesprengt und hinterließ einen entsprechend großen Haufen Bauschutt, aber keinen Staub von ehemaligen Atomkernen und Atomhüllen!

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